Pressemitteilungen
Neubau für die Alfred-Delp-Schule in Dieburg: Landkreis wählt Generalplaner für Oberstufengymnasium
Darmstadt-Dieburg / Dieburg. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg treibt die Planungen für den Neubau der Alfred-Delp-Schule in Dieburg weiter voran. Auf einem rund 14.300 Quadratmeter großen Grundstück soll ein moderner Schulcampus für zunächst 600 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe entstehen, der bei Bedarf um weitere 150 Plätze erweitert werden kann. Teil des Projekts ist außerdem eine neue Dreifeld-Kreissporthalle. Nach einem mehrstufigen Vergabeverfahren steht nun der Generalplaner für das Vorhaben fest.
„Mit dem Neubau der Alfred-Delp-Schule schaffen wir dringend benötigte, moderne Kapazitäten für die gymnasiale Oberstufe im Ostkreis. Gleichzeitig planen wir von Anfang an so, dass die Schule bei steigenden Schülerzahlen unkompliziert erweitert werden kann“, sagt Vize-Landrat und Schuldezernent Lutz Köhler.
Das Schulgebäude wird als dreigeschossiger Baukörper mit zusätzlichem Technikgeschoss geplant. Die Bruttogrundfläche des Schulgebäudes beträgt rund 8.300 Quadratmeter, die Sporthalle umfasst weitere etwa 2.500 Quadratmeter. Neben großzügigen Freiflächen für schulische Aktivitäten sind auf dem Gelände mehr als 170 PKW-Stellplätze sowie über 370 Fahrradstellplätze vorgesehen. Eine spätere Erweiterung der Schule ist bereits eingeplant und soll durch eine Aufstockung erfolgen.
Neuer Standort wegen Verkehrssituation
Die Entscheidung für einen neuen Standort fiel aufgrund der beengten Verkehrssituation im bisherigen Umfeld „Auf der Leer“. „Gerade bei einer Oberstufe mit vielen älteren Schülerinnen und Schülern ist der Bedarf an Stellplätzen und eine gute verkehrliche Erschließung besonders wichtig. Der neue Standort bietet dafür deutlich bessere Voraussetzungen“, erklärt Köhler.
Generalplaner im Vergabeverfahren ausgewählt
Die Planungsleistungen wurden im Rahmen eines mehrstufigen Verfahrens vergeben. In der ersten Phase des Teilnahmewettbewerbs im Oktober 2025 gingen 32 Bewerbungen ein. Drei Büros wurden anschließend zur zweiten Phase eingeladen und reichten bis Januar 2026 ihre Lösungsvorschläge ein. Nach Vergabegesprächen Anfang Februar traf ein Auswahlgremium mit Vertretern des Landkreises, der Schule, der Stadt Dieburg sowie des Da-Di-Werks eine einstimmige Entscheidung, die anschließend durch die Betriebskommission des Da-Di-Werks bestätigt wurde.
Den Zuschlag erhielten die Büros hks architekten BDA und Hausmann Architektur GmbH aus Aachen. Sowohl die erweiterte Schulleitung als auch die Fachabteilungen des Da-Di-Werks, das Auswahlgremium und eine externe Prüfung bewerteten den Entwurf übereinstimmend als besten Vorschlag.
Vier Clusterhäuser mit gemeinsamer Mitte
Der Entwurf sieht ein Schulgebäude vor, das aus vier sogenannten Clusterhäusern besteht. Durch ihre Anordnung entsteht eine zentrale Mitte, die als Foyer, Ausstellungs- und Veranstaltungsbereich genutzt werden kann und als identitätsstiftender Treffpunkt für die Schulgemeinschaft dient. Die Kreissporthalle ist in diese Struktur integriert, während die mögliche Erweiterung als Aufstockung eines der Clusterhäuser geplant ist.
„Der Entwurf überzeugt uns, weil er unser pädagogisches Konzept hervorragend unterstützt“, sagt Schulleiterin Bettina Wannowius. „Die klar strukturierte Architektur erleichtert Orientierung und Zusammenarbeit, während Innen- und Außenräume eng miteinander verbunden sind. Das schafft optimale Bedingungen für modernes Lernen.“
Auch die Außenflächen sind multifunktional angelegt: Spiel-, Aufenthalts- und pädagogische Nutzungen werden miteinander kombiniert, kurze Wege verbinden die verschiedenen Bereiche des Campus.
„Uns war wichtig, dass hier nicht nur ein funktionales Schulgebäude entsteht, sondern ein Ort, an dem sich junge Menschen gerne aufhalten und lernen“, betont Lutz Köhler. „Der ausgewählte Entwurf verbindet eine klare Struktur mit einer hohen Aufenthaltsqualität für die gesamte Schulgemeinschaft.“
Nachhaltige Bauweise und energieeffiziente Technik
Das Gebäude soll in einer Holz-Beton-Hybridkonstruktion entstehen und eine hohe thermische Speichermasse bieten. Für die Energieversorgung sind zwei Sole-Wärmepumpen in Kombination mit PVT-Modulen vorgesehen, die Photovoltaik und Solarthermie verbinden. Das Konzept verspricht einen niedrigen Energiebedarf und ein günstiges Verhältnis von Gebäudeoberfläche zu Volumen.
Bauleitplanung und Zeitplan
Da für das Neubaugebiet „Dieburg Süd“ bislang kein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegt, wird der Bereich „Dieburg Süd – Schule/Feuerwehr“ in einem eigenständigen Verfahren entwickelt. Nach der Beteiligung der Behörden im zweiten Quartal 2026 und der öffentlichen Auslegung im dritten Quartal 2026 wird der rechtskräftige Beschluss des Bebauungsplans für das erste Quartal 2027 erwartet.
Der geplante Zeitplan sieht einen Planungsbeginn im Mai 2026, die Einreichung des Bauantrags im ersten Quartal 2027 und den Baubeginn im ersten Quartal 2028 vor. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2029 geplant.
Die Projektkosten werden nach aktueller Prognose zwischen 50 und 55 Millionen Euro brutto liegen, zuzüglich möglicher Baukostensteigerungen bis zur Fertigstellung. Die Kostenschätzung des ausgewählten Planungsbüros liegt innerhalb des vorgesehenen Kostenrahmens.
mm


