Frauengruppe

Dr. Dagmar-Morgan-Preis

Seit 2006 wird der Dr. Dagmar-Morgan-Preis für vorbildliche Leistungen, Beiträge und gestalterische Kraft zur dauerhaften Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Mädchen im Landkreis Darmstadt-Dieburg verliehen. 

Als erste Frauenbeauftragte des Landkreises steht Dr. Dagmar Morgan für vorbildliche und neue Wege zur Verwirklichung der Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen. Ihre Arbeit bildet noch heute das Fundament für eine anerkannte und erfolgreiche Interessenvertretung von Frauen im Landkreis Darmstadt-Dieburg. 

Die Preisverleihung zielt darauf ab, die öffentliche Anerkennung und Aufmerksamkeit für die Aktivitäten zur Verwirklichung der Chancengleichheit zu steigern und andere Menschen zu inspirieren und zu ermutigen, ähnliche Wege zu gehen.

Das Foto zeigt Dr. Dagmar Morgan. Sie lacht, hat eine positive Ausstrahlung. trägt eine orange Bluse. Im Hintergrund ist eine Baumkrone.


"Do it like Dagmar  –  Girls for Morgan"
Die nächste Preisverleihung findet am 21.10.2026 statt.

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  • Preisträgerinnen


    Angelika Dahms und Hannelore Walz-Kirschbaum (2022)

    "Echte Heldinnen  –  im Einsatz für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen im Landkreis Darmstadt-Dieburg" 
    Der Dr. Dagmar-Morgan-Preis 2022 wurde an Angelika Dahms verliehen. Den Ehrenpreis für ihre Lebensleistung erhielt Hannelore Walz-Kirschbaum. 

    Angelika Dahms begann 1976 sich politisch zu engagieren und wurde im Zuge der Gründung der ersten überparteiischen Frauengruppe 1978 in Münster frauenpolitisch aktiv. Ihre Themen waren schon damals die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und das Thema Kinderbetreuung. 1985 war Dahms Mitgründerin des Vereins „Frauen helfen Frauen“, erkämpfte mit den Frauen des Vereins 1986 das erste Frauenhaus im Landkreis politisch und ist seit über 34 Jahren ehrenamtlich im Verein „Frauen helfen Frauen“ engagiert, davon mehr als 15 Jahre im Vorstand. Angelika Dahms arbeitete als Projektverantwortliche daran, 2024 das zweite Schutzhaus im Landkreis zu errichten. Mit ihrem Mut, ihrer Kraft und Beharrlichkeit ist sie vielen ein Vorbild, mit ihrem Engagement im Verein hilft sie Frauen vor lebensbedrohlicher Gewalt zu schützen und neue Perspektiven zu erarbeiten.

    Hannelore Walz-Kirschbaum gründete 1990 das Frauen- und Familienzentrum FrauenFreiRäume e.V. in Reinheim und war sehr viele Jahre die Erste Vorsitzende des Vereins. Die Liste ihres Engagements ist lang (Auszug): So war sie 1994 Gründungsmitglied des Vereins Betreuung für Grundschulkinder, hat eine Selbsthilfegruppe für Frauen nach Brustkrebs initiiert und war auch Gründungsmitglied von Weiterleben e.V. Im Jahr 2000 wurde sie die ehrenamtliche Frauenbeauftrage für Reinhiem, von 2002 bis 2012 hat sie dieses Amt in Kooperation mit der Stadt Reinheim hauptamtlich ausgeübt. 2004 hat sie den Vorsitz des Bündnisses für Familie in Reinheim übernommen, war an der Gründung der Freiwilligen Agentur Reinheim beteiligt und hat das Reparatur-Café mit anderen ins Leben gerufen. Seit 2013 ist Hannelore Walz-Kirschbaum eine der ehrenamtlichen Seniorenbeauftragen des Landkreises.

    Iris Welker-Sturm, fem* Blog und Frauenjournal Mathilde (2016)

    "Druckerschwärze und Pixelflimmern. Schreibende Frauen im Landkreis Darmstadt-Dieburg"
    In der Kategorie "Druckerschwärze" ging der Dr. Dagmar-Morgan Preis 2016 an Iris Welker-Sturm - Autorin, Bildende Künstlerin und Feministin. 
    In der Kategorie Pixelflimmern wurde er verliehen an fem* - feministisches Debattenmagazin/Blog.
    Den Ehrenpreis erhielt das nichtkommerzielle Frauenjournal MATHILDE.   

    Forum Beruf, Karriere, Zukunft e.V. und BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH (2012)

    "Informationstechnologien / Neue Medien"
    Der Dr. Dagmar-Morgan-Preis 2012 ging an das "Forum Beruf, Karriere, Zukunft e.V." in Kooperation mit der TU Darmstadt, Fachbereich Informatik für das Projekt "LanParty Girls Only 2011 –  Die coole Nacht der Informatik nur für Mädchen" sowie an die BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH für das Ausbildungsprojekt zur Mediengestalterin Digital und Print, Fachrichtung Gestaltung und Technik.

    sefo_femkom e.V. und Zentrum für Information, Beratung und Bildung (2010)

    "Berufliche Eingliederung von Frauen und Mädchen"
    Der Dr. Dagmar-Morgan-Preis 2010 wurde an das Frauenkompetenzzentrum sefo_femkom, Ulla Kurz, Darmstadt, und an das Zentrum für Information, Beratung und Bildung (ZIBB), Andrea Balmerth, Groß-Umstadt verliehen.

    Cornelia Hinrichsen und Frauencafé Weiterstadt (2008)

    "Gesundheit und Krankheit aus Frauensicht"
    Der Dr. Dagmar-Morgan-Preis 2008 ging an Cornelia Hinrichsen für das Beratungsangebot und die Selbsthilfegruppe für an Brustkrebs erkrankte Frauen im Frauen- und Familienzentrum FrauenFreiRäume e.V. in Reinheim sowie an das Frauencafé Weiterstadt für sein vielfältiges Beratungsangebot.

    Mehrnousch Mousawi und Mariam Nashir (2006)

    "Integration und Förderung von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund"
    Der Dr. Dagmar-Morgan-Preis 2006 wurde verliehen an Mehrnousch Mousawi für 24 Jahre politisches Engagement für die Rechte von Frauen und an Mariam Nashir für ihr Engagement für Migrantinnen und ihre ehrenamtlichen Deutschkurse.

  • Dr. Dagmar Morgan – Zur Person

    Dr. Dagmar Morgan leitete ab 1986 das erste Kreisfrauenbüro des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Sie baute auf den seit 1984 bestehenden Strukturen der Frauenorganisationen des Landkreises auf und galt immer als kämpferische Unterstützerin der Frauengruppen. 

    Dr. Dagmar Morgan setzte sich für die Schaffung des Frauenhauses im Landkreis Darmstadt-Dieburg ein, rief Angebote von Fort- und Weiterbildungen für Frauen ins Leben, initiierte die Frauen-Kunst-Tage und entwickelte den ersten Praxiswegweiser für Migrantinnen. 

    Wahre Pionierarbeit leistete sie, als sie den ersten Frauenförderplan für die Kreisverwaltung initiierte. Sie war Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der hessischen Frauenbeauftragten und der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros.

    Als erste Frauenbeauftragte des Landkreises steht Dr. Dagmar Morgan für vorbildliche und neue Wege zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Mädchen und Frauen. Ihre Arbeit bildet noch heute das Fundament für eine anerkannte und erfolgreiche Interessenvertretung von Frauen im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

  • Idee und Initiatorinnen

    Der Preis ist eine Initiative der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Darmstadt-Dieburg. 
    Die Idee entstand im Jahr 2003 nach einer Fortbildung zum Thema Öffentlichkeitsarbeit. Beteiligt waren die damals im Landkreis Darmstadt-Dieburg aktiven Frauenbeauftragten Marlies Link-Haus (Ober-Ramstadt), Hannelore Walz-Kirschbaum (Reinheim), Rosel Schupp (Griesheim) und Astrid Starke (Pfungstadt). Gemeinsam wurde überlegt, wie in der Öffentlichkeit eine höhere Aufmerksamkeit und ein größeres Bewusstsein für die besonderen Leistungen von Frauen und für die Aktivitäten der Frauenbeauftragten geschaffen werden könne. 

    Aus der Idee, die Arbeit der ersten Frauenbeauftragten des Landkreises, Dr. Dagmar Morgan, mit einem Preis zu würdigen, entwickelte Marlies Link-Haus, damalige Frauenbeauftragte der Stadt Ober-Ramstadt, ein Konzept. Der Dr. Dagmar-Morgan-Preis wird seitdem vergeben für vorbildliche Leistungen, Beiträge und gestalterische Kraft zur dauerhaften Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Mädchen im Landkreis Darmstadt-Dieburg.