Bildungsmonitoring

Bildungsmonitoring

Seit dem Jahr 2016 gibt es im Bildungsbüro des Landkreises Darmstadt-Dieburg eine Stelle für das kommunale Bildungsmonitoring.

Bildungsmonitoring ist die systematische Erfassung, Analyse und Bewertung von Bildungsdaten, um die Qualität und Entwicklung des Bildungssystems zu beobachten.

Das Bildungsmonitoring unterstützt damit die Bildungsplanung und versucht, der Politik möglichst objektive Entscheidungsgrundlagen zu liefern.

Arbeitsinhalte

  • Erstellen von Schülerzahlenprognosen unter Berücksichtigung der von der Kreisstatistik berechneten Bevölkerungsprognosen - diese werden jährlich im Jahresbericht Schülerzahlenentwicklung zusammengefasst
  • Analyse von regionalen Schullandschaften (Schülerströme, Infrastruktur, Neubaugebiete etc.)
  • Mitarbeit an den Fortschreibungen des Schulentwicklungsplans
  • Aufbau und Pflege einer Datenbank mit Bildungsdaten
  • Auswertung, Darstellung und Interpretation von Daten
  • Erstellen von Veröffentlichungen der Datenanalysen (z.B. Faktencheck 2019 – Bildung & Chancengleichheit)

Beispiel: Gründung der August-Euler-Schule in Griesheim

In Griesheim hat sich durch steigende Schülerzahlen und Neubaugebiete abgezeichnet, dass die bestehenden Grundschulstandorte nicht mehr ausreichen werden. Im Schulentwicklungsplan 2018-2023 wurde daher beschlossen, eine weitere Grundschule einzurichten.

Das Bildungsmonitoring nimmt hier in Zusammenarbeit mit dem Bildungsmanagement eine Schlüsselstelle ein: Wie für jede Kommune des Landkreises wurden auch für Griesheim Schülerzahlenprognosen entwickelt und analysiert, wie viele Klassen für alle Grundschulkinder in Griesheim insgesamt zukünftig benötigt werden. Unter Berücksichtigung vorhandener Grundstücksflächen und schulischen Gebäuden wird ein Vorschlag erarbeitet, wie sich die Klassen auf die einzelnen Grundschulstandorte verteilen.  

Anschließend werden die Grundschulbezirke neu zugeschnitten. Ergeben sich weiterführende Fragestellungen, werden entsprechende Informationen (z. B. zum Stand der Baugebiete) eingeholt. Wenn die vorhandenen Angebote nicht ausreichen, werden Flächen durch den Eigenbetrieb Da-Di-Werk erweitert. Im Einzelfall wird, wie im Beispiel der August-Euler-Schule die Errichtung einer weiteren Schule vorgeschlagen und über die Verabschiedung des Schulentwicklungsplans beschlossen.

Mit der Diesterweg’schen Formel lässt sich berechnen, von wie vielen zusätzlichen SuS (Schülerinnen und Schüler) im Grundschulbereich durch Baugebiete auszugehen ist.

Die neue Schule nimmt den Betrieb auf

Zum Schuljahr 23/24 hat die neue Grundschule mit dem Namen August-Euler-Schule den Betrieb an ihrem Interimsstandort in der Nähe der Carlo-Mierendorff-Schule erfolgreich aufgenommen. Entsprechend traten die neuen Schulbezirke in Kraft. Nach dem Neubau des finalen Standorts im Griesheimer Südwesten werden die Schulbezirke erneut zugeschnitten.

Anzumerken ist, dass steigende Schülerzahlen der Grundschulen auch zeitversetzt Auswirkungen auf die weiterführenden Schulen haben. Daher schließen sich auch immer Fragestellungen zur Planung der weiterführenden Schulstandorte an.