Zahl des Monats November 2021: 8.329

Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren im Landkreis Darmstadt-Dieburg 8.329 Menschen als Arbeitslose gemeldet. Unter ihnen waren 4.479 Männer, 3.850 Frauen, 5.160 Deutsche, 3.163 Nichtdeutsche, 3.411 Langzeitarbeitslose und 531 Schwerbehinderte. 22 Prozent aller Arbeitslosen (1.893 Personen) im Landkreis Darmstadt-Dieburg waren bereits mindestens 55 Jahre alt.

Die Arbeitslosenzahl ist gegenüber dem Jahr zuvor um 16 Prozent gestiegen: 2019 waren es noch 7.173 Arbeitslose im Jahresdurchschnitt. Der wesentliche Grund für diesen Anstieg waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt in Deutschland. Dies zeigt sich auch deutlich am Verlauf der monatlichen Arbeitslosenzahlen. Lag die Arbeitslosenzahl im Landkreis im März 2020, zu Beginn der Pandemie in Deutschland, noch bei 7.127 Personen, war sie im April bereits auf 7.974 Personen angewachsen. Ab Mitte März wurde der erste Lockdown verhängt, der erheblichen Auswirkungen auf verschiedene Branchen hatte. In den folgenden Monaten stieg die Zahl der Arbeitslosen immer weiter: im Mai waren es 8.542 Arbeitslose, im Juni 8.762 und im Juli 8.992. Im August wurde der Höchststand des Jahres 2020 mit 9.356 Arbeitslosen erreicht. Bis zum Jahresende ging die Zahl allmählich wieder etwas zurück bis auf 8.478 Personen im Dezember 2020.

Zum Jahresbeginn 2021 stieg die Arbeitslosigkeit nochmal leicht an, der höchste Stand des aktuellen Jahres lag im Januar mit 8.795 Personen vor. Seitdem geht die Arbeitslosigkeit im Landkreis fortwährend leicht zurück. Im September 2021 lag sie mit 7.229 Personen nur noch geringfügig über dem Wert aus dem September 2019 (7.135 Personen).

Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

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Zahl des Monats Oktober 2021: 429

Im Jahr 2020 wurden im Landkreis Darmstadt-Dieburg insgesamt 429 Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohls durchgeführt. Betroffen waren davon 253 Jungen und 176 Mädchen. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines Kindes droht oder bereits eingetreten ist. Die Jugendämter führen im Verdachtsfall eine Gefährdungseinschätzung durch, um das Gefährdungsrisiko und den Hilfebedarf abzuschätzen und einer möglichen Gefährdung entgegenzuwirken. Kindeswohlgefährdungen durch Eltern oder sonstige Betreuungspersonen des Kindes werden in vier verschiedene Arten unterschieden: Vernachlässigung (anhaltende oder wiederholte Unterlassung fürsorglichen Handelns), körperliche Misshandlung (Anwendungen von körperlichem Zwang oder Gewalt), psychische Misshandlung (feindselige, abweisende oder ignorierende Verhaltensweisen) und sexuelle Gewalt (Verstöße gegen das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung).

Im Ergebnis wurde im Landkreis Darmstadt-Dieburg im Jahr 2020 in 95 Fällen eine akute Kindeswohlgefährdung und in 73 Fällen eine latente Kindeswohlgefährdung festgestellt (zusammen 39 Prozent aller Verfahren). 149 Mal wurde zwar keine Gefährdung des Kindeswohls gesehen, jedoch ein Bedarf an Hilfe oder Unterstützung (35 Prozent der Verfahren). Bei 112 Fällen erfolgte die Einschätzung, dass das Kindeswohl nicht gefährdet und auch keine Hilfe oder Unterstützung nötig war (26 Prozent der Verfahren).

Die Zahl der Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohls lag damit im Jahr 2020 deutlich über der Zahl dieser Verfahren im Jahr zuvor: gegenüber den 315 Verfahren aus dem Jahr 2019 gab es einen Anstieg um 36 Prozent. Auch die Anzahl der festgestellten akuten und latenten Kindeswohlgefährdungen ist deutlich angestiegen von zusammen 113 im Jahr 2019 auf 168 im Jahr 2020, was einem hohen Anstieg um 49 Prozent entspricht.

2018 wurden im Landkreis 144 Kindeswohlgefährdungen festgestellt, 2017 waren es 123 Fälle und im Jahr 2016 waren es mit 85 Fällen nur etwa halb so viele Gefährdungen wie im Jahr 2020. In ganz Deutschland hat die Zahl der festgestellten Kindeswohlgefährdungen im Jahr 2020 zugenommen und die Zahl der Fälle stieg ebenfalls bereits in den Jahren zuvor an. Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass zum einen die zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung für den Kinderschutz zu einem Anstieg der Zahlen führt. Im Corona-Jahr 2020 könnten aber auch die Belastungen von Familien durch Lockdowns und Kontaktbeschränkungen ein Grund für die Zunahme gewesen sein.

Datenquellen: Hessisches Statistisches Landesamt: statistische Berichte K V 9 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 350 vom 21. Juli 2021

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Zahl des Monats September 2021: 1.906

Im Schuljahr 2020/21 besuchten 1.906 Schülerinnen und Schüler die Landrat-Gruber-Schule in Dieburg, die das berufliche Schulzentrum des Landkreises Darmstadt-Dieburg ist. Die Schülerinnen und Schüler verteilten sich dabei auf verschiedene Schulformen, Fachrichtungen und Berufsfelder.

Die größte Anzahl von 803 Schülerinnen und Schülern besuchte während einer dualen Berufsausbildung die Berufsschule des beruflichen Schulzentrums. Unterrichtet werden dort berufsschulpflichtige Auszubildende, welche von Betrieben mit Standort im festgelegten Einzugsbereich ausgebildet werden und den an der Landrat-Gruber-Schule unterrichteten Fachrichtungen angehören. Im Schuljahr 2020/21 wurden dort Auszubildende der Berufsfelder Metalltechnik/Maschinenbau, Wirtschaft und Verwaltung, Körperpflege, Farbtechnik sowie Agrarwirtschaft und Floristik unterrichtet.

Die zweitgrößte Anzahl von 327 Schülerinnen und Schülern besuchte das Berufliche Gymnasium mit den angebotenen Fachrichtungen Technik, Wirtschaft, Ernährung sowie Gesundheit und Soziales.

46 Schülerinnen und Schüler wurden in Intensivklassen unterrichtet. Solche Intensivklassen an beruflichen Schulen sind ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, die erst grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache für den Übergang in eine Berufsausbildung erwerben müssen (z.B. Geflüchtete). 29 Personen waren in einem Bildungsgang zur Berufsvorbereitung in einer Lerngruppe mit erhöhtem Praxisbezug.

Die übrigen Schülerinnen und Schüler verteilten sich relativ gleichmäßig auf Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung (172 Personen), die zweijährige Berufsfachschule (118 Personen, Fachrichtungen Technik und Wirtschaft), die zweijährige höhere Berufsfachschule (116 Personen, Fachrichtungen Informationsverarbeitung und Sozialassistenz), die Fachoberschule (113 Personen, Schwerpunkte Informationstechnik, Maschinenbau, Umwelt, Wirtschaft und Verwaltung) und die Fachschule für Sozialwesen (168 Personen, Fachrichtung Sozialpädagogik).

Datenquelle: Hessisches Kultusministerium, Datensatz Landesschulstatistik 2020/21

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Zahl des Monats August 2021: 469

Im Jahr 2020 gab es im Landkreis Darmstadt-Dieburg insgesamt 469 landwirtschaftliche Betriebe. Das waren 74 Betriebe weniger als bei der vorhergehenden Landwirtschaftszählung vor zehn Jahren. Besonders stark ist dabei die Zahl der als Einzelunternehmen geführten Betriebe von 473 im Jahr 2010 auf 372 im Jahr 2020 zurückgegangen (-21%). Einzelunternehmen sind Betriebe, die von Einzelpersonen, Ehepaaren oder Geschwistern geführt werden. Landwirtschaftliche Einzelunternehmen im Haupterwerb reduzierten sich in den letzten zehn Jahren um rund ein Viertel von 218 auf 161 Betriebe (-26 %), die Zahl der Einzelunternehmen im Nebenerwerb ging von 255 auf 211 zurück (-17 %). Von den weiteren landwirtschaftlichen Betrieben im Jahr 2020 wurden 94 in der Rechtsform von Personengesellschaften geführt und drei durch juristische Personen.

Eine Betrachtung der Betriebe nach der landwirtschaftlich genutzten Fläche zeigt, dass sich vor allem die Zahl der kleinen landwirtschaftlichen Betriebe reduziert hat. 2010 gab es noch 194 kleinere Betriebe mit weniger als 20 ha landwirtschaftlicher Fläche, 2020 waren es nur noch 153 (-21 %). Die Anzahl der mittelgroßen Betriebe von 20 bis unter 100 ha Fläche gingen von 279 im Jahr 2010 auf 227 im Jahr 2020 zurück (-19 %). Bei den großen Betrieben mit mindestens 100 ha landwirtschaftlicher Fläche stieg die Anzahl hingegen von 70 auf 89 (+27 %). Insgesamt hat sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche im Landkreis von 25.504 ha im Jahr 2010 auf 26.080 ha im Jahr 2020 erhöht (+2,3 %).

Bei 211 der landwirtschaftlichen Einzelunternehmen war die Betriebsführung im Jahr 2020 bereits mindestens 55 Jahre alt. Nur für knapp ein Drittel von ihnen (67 Betriebe) stand schon fest, wer später die Hofnachfolge übernehmen wird. Beim Großteil der Einzelunternehmen mit älterer Betriebsführung (144 Betriebe) war die Hofnachfolge entweder unklar oder es wird keine Nachfolge geben. Hier zeichnet sich bereits ein weiterer Rückgang von landwirtschaftlichen Einzelunternehmen ab.

Datenquelle: Hessisches Statistisches Landesamt, statistische Berichte CIV10-1b/20

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Zahl des Monats Juli 2021: -37,3 Prozent

Die Corona-Pandemie hat auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg deutliche Auswirkungen auf die Beherbergungsbetriebe. Durch die beiden Lockdowns im Jahr 2020 waren Übernachtungsangebote von Mitte März bis Mitte Mai sowie ab Mitte Oktober nur zu notwendigen Zwecken und nicht mit touristischem Hintergrund erlaubt. Mit insgesamt 379.702 Übernachtungen lag die Anzahl im Jahr 2020 um 37,3 Prozent geringer als im Jahr 2019 mit 605.893 Übernachtungen. Die Zahl der angereisten Gäste sank um 55,5 Prozent, bei aus dem Ausland anreisenden Gästen sogar um 71,9 Prozent.

Den größten Einbruch bei den Übernachtungszahlen, im Vergleich mit den entsprechenden Monaten im Jahr zuvor, gab es im April (-65 Prozent). Auch im Mai (-60 Prozent) und November (-59 Prozent) wurden weniger als die Hälfte der Übernachtungen des Vorjahresmonats erreicht.

Von den 90 Beherbergungsbetrieben im Landkreis Darmstadt-Dieburg hatten im Januar und Februar 2020, vor Beginn der Einschränkungen, noch 86 Betriebe geöffnet. Im April 2020 waren nur noch 63 Betriebe geöffnet. In den Monaten zwischen dem ersten und dem zweiten Lockdown empfingen wieder zwischen 81 und 87 Beherbergungsbetriebe Gäste. Bis zum Dezember sank die Zahl der geöffneten Betriebe auf 73 ab.

 

Datenquelle: Hessisches Statistisches Landesamt, statistische Berichte GIV/1-m

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Zahl des Monats Juni 2021: 639

Am 01.01.2021 waren im Landkreis Darmstadt-Dieburg insgesamt 190.415 Personenkraftwagen (PKW) zugelassen. Das bedeutete einen Durchschnitt von 639 PKW je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Gegenüber dem Vorjahr sind somit die Anzahl der Autos (+1.916) und auch die PKW-Dichte je 1.000 Personen (+6) nochmals angestiegen. Ein Jahrzehnt zuvor lagen beide Zahlen noch deutlich niedriger: Anfang des Jahres 2010 waren im Landkreis erst 162.380 PKW angemeldet und auf 1.000 Einwohnende kamen nur 562 Autos. Die Zahl der PKW stieg damit in den zehn Jahren von 2010 bis 2020 um mehr als 26.000 Fahrzeuge an (+9 Prozent), je 1.000 Personen kamen in diesem Zeitraum 71 PKW hinzu.

Die aktuellsten Zahlen zu den angemeldeten Fahrzeugen auf Gemeindeebene (Stand 01.01.2020) zeigten deutliche Unterschiede in der PKW-Dichte zwischen den einzelnen kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Die meisten PKW je 1.000 Einwohnenden waren in Weiterstadt (722), Otzberg (686) und Alsbach-Hähnlein (678) vorhanden. Die im Vergleich wenigsten Autos je 1.000 Personen gab es hingegen in Erzhausen (562), Griesheim (580) und Groß-Zimmern (582).

Die größten prozentualen Zuwächse der PKW-Anzahl seit dem Jahr 2010 hatten Weiterstadt (+16,5 Prozent), Bickenbach und Eppertshausen (je +10,9 Prozent) und Dieburg (+10,3 Prozent). Einen vergleichsweise niedrigen Zuwachs an Autos gab es hingegen in Reinheim (+5,4 Prozent), Seeheim-Jugenheim (+5,8 Prozent) und Ober-Ramstadt (+6,3 Prozent).

Die Unterschiede in der PKW-Dichte ergeben sich vermutlich durch eine Kombination verschiedener gemeindespezifischer Aspekte. Zu diesen denkbaren Ursachen gehören unter anderem die Altersstruktur der Bevölkerung, die Anbindung der Kommunen an den ÖPNV und sozioökonomische Gesichtspunkte, wie beispielsweise das Einkommen der Einwohnerinnen und Einwohner.

 

Datenquelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Bestand an Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern nach Gemeinden 2010 und 2020 (FZ3) und Bestand an Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern nach Zulassungsbezirken 2021 (FZ1), Abrufdatum 31.05.2021; Datenlizenz by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); eigene Berechnung


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Zahl des Monats Mai 2021: 91

Die 23 dem Landkreis Darmstadt-Dieburg angehörenden Städte und Gemeinden haben zusammen 91 Ortsteile. Dabei gehören zu den einzelnen Städte und Gemeinden unterschiedlich viele Ortsteile. Modautal hat mit elf Ortsteilen kreisweit die meisten. Die zweithöchste Anzahl erreicht Groß-Umstadt mit neun Ortsteilen, gefolgt von Seeheim-Jugenheim mit sieben Ortsteilen.

Jeweils sechs Ortsteile haben Babenhausen, Fischbachtal, Mühltal und Otzberg, je fünf sind es in Reinheim und Weiterstadt. Ober-Ramstadt und Schaafheim haben je vier Ortsteile und aus drei Ortsteilen bestehen Groß-Bieberau, Münster und Pfungstadt. Zwei Ortsteile sind es in Alsbach-Hähnlein, Groß-Zimmern, Messel und Roßdorf. Bickenbach, Dieburg, Eppertshausen, Erzhausen und Griesheim bestehen jeweils nur aus einem Ortsteil.

Griesheim als einwohnerreichste Stadt im Landkreis ist mit nur einem Stadtteil auch zugleich der kreisweit einwohnerreichste Ortsteil mit etwa 28.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Der zweitgrößte Ortsteil ist Pfungstadt-Stadt mit rund 20.000 Einwohnenden, an dritter Stelle folgt Dieburg mit fast 16.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Die vier kleinsten Ortsteile im Landkreis haben hingegen weniger als 100 Einwohnende. Dies sind Fischbachtal/Nonrod, Groß-Bieberau/Hippelsbach, Modautal/Herchenrode und Seeheim-Jugenheim/Steigerts. Weitere 15 kleine Ortsteile von Fischbachtal, Groß-Umstadt, Modautal, Münster, Otzberg und Seeheim-Jugenheim haben jeweils eine Einwohnerzahl zwischen 100 und 500 Personen.

Datenquelle Einwohnerzahlen: ekom21

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Zahl des Monats April 2021: 68.446

Die Altersgruppe der 20- bis unter 40-Jährigen kann als Gruppe der potenziellen Eltern angesehen werden, da in dieser Altersspanne besonders viele Menschen eine Familie gründen. Je mehr dieser jungen Erwachsenen es gibt, desto größer die Zahl der in den nächsten Jahren zu erwartenden Kinder.

Ende des Jahres 2019 lebten im Landkreis Darmstadt-Dieburg 68.446 Einwohnerinnen und Einwohner in einem Alter von 20 bis unter 40 Jahren. Das entspricht einem Anteil von 23 Prozent der gesamten Bevölkerung. Vergleichsweise hohe Anteile der jeweiligen Gesamtbevölkerung waren in Griesheim (25 Prozent), Groß-Zimmern (25 Prozent) und Weiterstadt (26 Prozent) in einem Alter von 20 bis unter 40 Jahren. Die niedrigsten Anteile dieser Altersgruppe lagen hingegen in Alsbach-Hähnlein (20 Prozent), Modautal (20 Prozent) und Seeheim-Jugenheim (19 Prozent) vor.

Noch vor 30 Jahren waren die Zahl und der Anteil der 20- bis unter 40-Jährigen an der Gesamtbevölkerung im Landkreis Darmstadt-Dieburg deutlich größer. 1989 waren es 84.050 Einwohnerinnen und Einwohner dieser Altersgruppe, und mit einem Anteil von 33% ein Drittel der damaligen Landkreisbevölkerung. Die Zahl der jungen Erwachsenen ging damit seit 1989 um 15.604 Personen zurück (-19 Prozent). Zugleich stieg aber die Einwohnerzahl des Landkreises insgesamt deutlich an um 40.723 Personen (+16 Prozent). Während der Rückgang bei den jungen Erwachsenen gravierend ist, zeigt sich zugleich ein sehr starker Zuwachs bei allen Altersgruppen ab 50 Jahren. Die Zahl der ab 70 Jahre alten Einwohnerinnen und Einwohner hat sich seit 1989 sogar von 21.548 auf 45.252 Personen mehr als verdoppelt. Hier zeigt sich der deutschlandweite Trend zu einer älteren Bevölkerung. Diese Entwicklung ergibt sich durch die gestiegene Lebenserwartung, durch die vielen Geburten während des „Babybooms“ in den 1950er und 1960er Jahren und durch die Verringerung der Geburten je Frau ab Anfang der 1970er Jahre.

 

Datenquelle: Hessisches Statistisches Landesamt

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Zahl des Monats März 2021: 22,4%

Im Jahr 2019 zogen insgesamt 21.142 Menschen in die Städte und Gemeinden im Landkreis Darmstadt-Dieburg zu. Davon wohnten 4.735 Personen zuletzt im Ausland, was einem Anteil von 22,4 Prozent aller Zuzüge entspricht. Die Zahl der Wegzüge aus dem Kreisgebiet in das Ausland lag mit 2.902 Personen deutlich geringer, was zu einem hohen Wanderungsgewinn durch Zuwanderung aus dem Ausland führte.

In den einzelnen Städten und Gemeinden hatten die Auslandszuzüge unterschiedlich große Anteile an den Zuzügen insgesamt. Prozentual besonders viele Auslandszuzüge gab es in Münster (35,4 Prozent aller Zuzüge), Babenhausen (34,4 Prozent) und Schaafheim (29 Prozent). Vergleichsweise geringe Anteile hatten Zuzüge aus dem Ausland hingegen in Fischbachtal (12,2 Prozent aller Zuzüge), Mühltal (12,6 Prozent) und Groß-Bieberau (12,6 Prozent) an den jeweiligen Zuzügen insgesamt.

Die aus dem Ausland direkt in den Landkreis zugezogenen Menschen hatten 114 verschiedenen Herkunftsländern. Die mit Abstand meisten Zuzüge kamen dabei aus Rumänien (1.150 Personen, 5,4 Prozent aller Zuzüge), gefolgt von Polen (596 Personen, 2,8 Prozent aller Zuzüge) und Bulgarien (388 Personen, 1,8 Prozent aller Zuzüge). Unter den häufigsten zehn Zuzugsländern waren außerdem noch Italien, Kroatien, Indien, Türkei, Serbien, Mazedonien und Spanien. Eine besonders große Ländervielfalt gab es in den beiden einwohnerreichsten Städten Griesheim und Weiterstadt, wo es jeweils Zuzüge aus mehr als 60 verschiedenen Ländern gab. Nach Fischbachtal und nach Modautal zogen hingegen nur aus zehn beziehungsweise elf verschiedenen Ländern Menschen zu.

Eine ausführliche Analyse der Wanderungsbeziehungen im Jahr 2019 bietet der Bericht Wanderungsbeziehungen Darmstadt-Dieburg 2019, der im Internet heruntergeladen werden kann.

Quelle: Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg (2021): Wanderungsbeziehungen Darmstadt-Dieburg 2019 (ausgewertete Daten: ekom21)

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Zahl des Monats Februar 2021: 71,3 kg

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind im Jahr 2019 insgesamt 21.228 t Hausmüll (auch Restmüll genannt) angefallen, durchschnittlich waren das pro Kopf 71,3 kg. In ganz Hessen war das die mit Abstand geringste Hausmüllmenge je Einwohnerin und Einwohner. Die zweitgeringste Menge wurde im Werra-Meißner-Kreis mit 91,5 kg Hausmüll pro Kopf erzeugt. Der hessische Durchschnitt lag mit 147,5 kg Restmüll erheblich höher. Die hessenweit höchsten Hausmüllmengen je Person gab es in Wiesbaden (218,4 kg), Frankfurt (207,9 kg) und im Lahn-Dill-Kreis (204,5 kg). Die Kategorie Hausmüll beinhaltet allerdings in regional unterschiedlichem Umfang, je nach dem jeweiligen Sammelsystem, auch zusammen mit Hausmüll eingesammelte hausmüllähnliche Gewerbeabfälle.

In der Gesamtsumme der von Privathaushalten erzeugten Abfälle lag der Landkreis Darmstadt-Dieburg mit 449,7 kg je Person nur leicht unter dem hessischen Durchschnitt von 455,3 kg. Zusätzlich zum Hausmüll zählten hierzu pro Person 193,1 kg organische Abfälle (Biotonnenabfälle und Gartenabfälle), 137,9 kg getrennt gesammelte Wertstoffe (Glas, Papier/Pappe, Verpackungen, Metall, Kunststoffe und Textilien), 35,2 kg Sperrmüll und 8,8 Kg Elektroaltgeräte, der geringe Rest waren sonstige Abfälle (z.B. Schadstoffe, Batterien etc.).

Die Gesamtmenge der Haushaltsabfälle ist im Landkreis Darmstadt-Dieburg in den letzten fünf Jahren recht stabil geblieben und schwankte zwischen 444,1 und 455,4 kg je Person. Im Jahr 2011 lag sie mit 490,1 kg pro Kopf noch deutlich höher. Die im Vergleich mit den anderen Kreisen und kreisfreien Städten geringe Restmüllmenge hat im Landkreis Darmstadt-Dieburg schon seit vielen Jahren Bestand, von 2011 bis 2019 lag sie immer zwischen 69,8 kg und 75,7 kg je Einwohnerin und Einwohner.

Datenquelle: Hessisches Statistisches Landesamt

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Zahl des Monats Januar 2021: 132

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg gab es im Jahr 2019 insgesamt 132 Betriebe aus dem Wirtschaftssektor des Verarbeitenden Gewerbes (inklusive Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden). In diese Statistik werden allerdings nur Unternehmen aufgenommen, bei denen mindestens 20 Personen tätig sind, dabei zählt der Standort der örtlichen Niederlassung als Betrieb.

Als Verarbeitendes Gewerbe werden Wirtschaftszweige bezeichnet, in denen Produkte hergestellt oder weiterbearbeitet werden. Darunter fallen beispielswiese Unternehmen die Getränke, Textilien, elektronische Artikel, Fahrzeugteile oder pharmazeutische Produkte erzeugen. Auch Betriebe, die Maschinen reparieren und installieren, zählen zum Verarbeitenden Gewerbe.

In diesen 132 Betrieben im Landkreis Darmstadt-Dieburg arbeiteten insgesamt 14.876 Beschäftigte. 123 Betriebe und 14.789 Beschäftigte gehörten dabei unmittelbar dem Verarbeitenden Gewerbe an, hinzu kamen 9 Betriebe im Bereich der Gewinnung von Steinen und Erden, Bergbau mit 87 Beschäftigten. Die meisten Betriebe gab es in der Herstellung von Metallerzeugnissen (22 Betriebe mit 1.318 Beschäftigten), gefolgt von Maschinenbaubetrieben (14 Betriebe mit 1.197 Beschäftigten), Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (12 Betriebe mit 1.884 Beschäftigten) sowie Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (12 Betriebe mit 906 Beschäftigten).

Datenquelle: Hessisches Statistisches Landesamt

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